Instinkt
Geschrieben von angelika2 am 15. Februar 2006 00:27:59:
Als Antwort auf: Re: Guy-Claude Burger – seine Verbrechen und gröbsten Fehler geschrieben von Hanna am 14. Februar 2006 15:48:20:
Hallo,
also zum Instinkt ...
Der Instinkt ist das erste, dass sich im Menschen ausbildet.
Zuerst fühlt das Lebewesen, dass es eins ist mit allem (im Bauch der Mutter).
Auch wenn es aus dem Bauch bei Mama ist, merkt es erst allmählich, dass es nun - physiologisch -
entkoppelt ist. Nun merkt durch die Sinne was ihm gut tut und was nicht.
Diese intensive Phase der Sinne dauert ca. bis zum 6. bzw. 7. Lebensjahr.
Alles was durch die entstandenen Gefühle - vorallem in dieser Zeit - geprägt wurde, manifestiert sich besonders. Mit Logik läßt sich diesem Fundament später nur schwer beikommen.
Als Erwachsener kann man sich - weiterentwickeln.
Vom Instinkt kann man dort aufbauen, wo das Fundament vorhanden ist.
Mutterliebe und Naturverbundenheit sind sehr gute, mächtige - um nicht zu sagen die wichtigsten Teile des Fundamentes.
Instinkt ist heute (leider) bei jedem anders ausgeprägt (dank gewisser Institutionen). Am leichtesten tun sich jene, die in ihrer Kindheit vorurteilslos und bedingungslos geliebt bzw. angenommen wurden.
Jene die immer auf das Urteil anderer geprägt wurden, weil sie nie erfahren haben, dass sie gut sind, wie sie sind, werden immer leicht manipulierbar sein. Egal in welcher Ernährungsweise, egal wo auch immer ein Mensch sagt: "Ich mache es so, macht es mir nach!"
Wobei natürlich auch hier ein Lösungsweg besteht (die Liebe, die Liebe ...).
Ich denke dass niemand, der über den Instinkt als solchen schreibt, Böses im Sinn hat.
Es ist aber doch ein Hinweis, der sehr anspruchsvoll für potentielle Empfänger ist.
Die Problematik ist die, dass man damit an sich selber am meisten zu arbeiten hat und es eben keine 08/15 Antworten gibt.
Eine gesunde Einstellung zu allen körperlichen Funktionen tut not; Um als Erwachsener die Grenzen zu manifestieren - erfährt man an sich selber häufig genung den Sturz in Exzesse, in ein Zuviel oder in ein Zuwenig.
Beispiel: Da nützt es nichts, wenn die Logik sagt: Mono essen, wenn z.B. das Mischen schon zur Gewohnheit wurde. Später erworbene Gewohnheiten - sofern sie nicht mit Liebe gekoppelt waren - lassen sich allerdings eher umgewöhnen.
Egal in welchem Bereich des Lebens: Das In-sich-hineinhorchen bzw. -spüren bleibt die anspruchsvollste Arbeit von uns Erwachsenen, solange wir so aufgewachsen sind, unsere Gefühle (spätestens ab dem 7. Jahr, meist sogar noch früher) ignorieren bzw. unterdrücken zu müssen.
Das Verdrängen ist leider eines der Hauptprobleme der Gesellschaft: durch das - absolute - Definieren von "Gut" und "Schlecht" und dem Versuch, "Schlechtes" einfach zu unterdrücken.
Sehr zuversichtlich bin ich, dass dies von Generation zu Generation besser wird: Für jene, die gelernt haben, auf ihr (eigenes) Inneres zu hören und es auch anerkennen und dies durch Vorleben weitergeben.
Gruß
Angelika
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