Die Eiweißlüge! Die Natur hat immer recht: Erkennt es anhand der Muttermilch ..
Geschrieben von Brigitte Rondholz am 16. Januar 2006 23:31:04:
Als Antwort auf: Die Eiweißlüge! geschrieben von Durian am 16. Januar 2006 14:12:59:
Lieber Dirk,
danke für deine liebe Mühe, das alles nochmals so klar zusammenzufassen, und am liebsten würde ich nur deinen letzten Satz bestätigend abnicken ...
"Wer die Urkost lebt, der braucht sich keine Sorgen zu machen um den Eiweißstatus!!!"
...denn mir wurde heute wieder einmal klar, wie absurd und unwichtig, ja geradezu lächerlich die jahrelangen Diskussionen über Inhaltsstoffe, Zusammensetzungen, hochtrabend klingenden Studien über AGES's und RAGE's .. ha ha ha ...sind. Himmel, was für Zeitstehler!
Das Leben und die Ernährung sind einfach, lustvoll und schön!
Da ist kein Platz für solchen Mumpitz. JEDER, der die menschenartgerechte Kost zu sich nimmt, SPÜRT einfach, dass sie die richtige ist. An seinem Wohlbefinden, an seinem Aussehen und an seinem Leistungsvermögen.
Was gibt es da noch zu monieren, zu bezweifeln oder zu forschen? Es gibt doch wirklich Wichtigeres, als sich immer und immer wieder Gedanken über die klar auf der Hand liegenden Tatsachen zur Ernährung unserer Spezies zu machen, oder?
Aber in Foren muss man das natürlich immer wieder richtigrücken, ich weiß....
Ärgere dich aber bitte nicht über den Unverstand drüben im "Bescheuertenforum"(TM: Chris
). Die "Dame", deren unliebsame Bekanntschaft du gemacht hast, ist meiner Einschätzung nach dumm. Jetzt will sie sogar artfremde Milch saufen, weil irgendwer ihr das eingeredet hat... nun denn, sie schätzt sich ja selber als "verrückt" ein, und da möchte man ungern wiedersprechen. Weiß der Kuckuck, warum sie sich so schlecht fühlte. Schlechten Menschen geht es halt immer schlecht... 
Andere Fleisch-Wichtigtuer haben auch schon hier ihre Beschränktheit in der Auffassungsgabe, gepaart mit mangelhaft ausgeprägter sozialer Intelligenz oder Mitgefühl, bewiesen. Was soll man sagen? Lass sie laufen. Geh deinen Weg, du hast schon viel erreicht, soweit ich das als Außenstehende beurteilen kann. Mach weiter so und gebe bitte weiterhin ein so gutes Beispiel für lernfähige Neulinge ab. Neider wird es da immer geben, lieber Dirk
, aber ein Trost könnte dir sein: "Neid ist die höchste Form der Anerkennung!" 
Dennoch ein paar Anmerkungen:
>Als ich die ganzen Rohkostbücher las bin ich immer wieder auf die Begriffe Eiweißmast gestoßen und das die Menschen an den übermaß an Eiweiß erkranken. Insbesondere vom tierischen Eiweiß war die rede oder von denaturierten Eiweißen. Obwohl der Körper so oder so das Eiweiß erst einmal in den einzelnen Bausteinen (Aminosäuren) zerlegen muss.
>Ob roh oder denaturiert, der Körper zerlegt es erst einmal, nur bei der denaturierten Nahrung verbraucht dieser mehr Energie und man ist erschöpft und wird auf die dauer krank, genauso bei tierischen Eiweißen!
Ja, mit unumstößlicher Sicherheit ist das so, denn wir Menschen sind nun mal weder Raubtiere, noch Aasfresser, sondern Pflanzenfresser.
>Heute ist wieder viel von den Ängsten einiger Rohköstler zu hören, das sie zu wenig Eiweiß haben. Die Frage lautet haben sie wirklich zu wenig Eiweiß aufgenommen oder nimmt der Körper sie nicht auf?
>Nach der DGE nehmen die meisten Rohköstler zu wenig Eiweiß auf und hätten daher einen Mangel.
>Nach der DGE nehmen die meisten Rohköstler auch zu wenig kcal zu sich.
>Wie die meisten sicherlich schon gemerkt haben kann das auch nicht stimmen sonst wären wir schon verhungert.Man kann fast die ganzen Daten und festgelegten Parameter vergessen, sie hauen einfach bei Rohköstler nicht hin.
So ist es. Aber ich habe mittlerweile sogar Zweifel, ob man dies überhaupt so pauschal festlegen kann. Darauf gekommen bin ich weil auch die Muttermilch nie einheitlich oder genormt ist in ihrer Zusammensetzung, sondern sich immer den individuellen Verhältnissen anpasst.
Warum sollte der erwachsene Körper dies nicht auch können - je nach Belastung und individuellem Verbrauch?
>Mein Speiseplan sieht im Moment so aus:
>Vormittags: Einige Cassia Fistual Scheibchen mit sauberen Wasser.
>Mittags: Ein Saft der besteht aus Karotte, Rote Beete, Sellerie, dazu kommen Spirulina, Chlorella, Gerstengras und Flohsamenschalen.
>Dieser Drink hat fast 20gr Eiweiß
>Der Saft variiert mal mit Grünkohl, Petersilie, frische Gräser und im Frühjahr bis Herbst rein jede menge Wildkräuter!!!
>Abends: zwei Orangen, 300gr. Litschies, etwas Papaya, selten danach Banane, es kann auch sein, eine Ananas, eine Mango und ein stück Papaya oder Endiviensalat, eine Avocado, zwei Tomaten, manchmal Champions.
>Ich komme dann auf höchstens 10gr Eiweiß
>Manchmal als Betthupferl, noch eine Banane.
>Das ist aber auch das höchste an Menge was ich verzehre, deswegen schreibe ich auch immer 20 bis 40gr. Eiweiß am tag habe ich.
>Damit komme ich nun schon über 10 Jahre aus ich habe manchmal eher sogar weniger verzehrt, wenn ich seelisch unausgeglichen bin dann verzehre ich etwas mehr.
Dirk, der Clou ist doch, dass mensch SEHR SEHR wenig Eiweiß braucht.
Selbst ganz am Anfang unserer Entwicklung - als Säugling - wo der so unfertig auf die Welt kommende Mensch (so unfertig kommen sonst nur noch Elefanten zur Welt!) noch soooo viel wachsen muss (Verdoppelung des Körpergewichts innerhalb der ersten 4 - 5 Monate ...), kommt er mit erstaunlich WENIG Eiweiß im Vergleich zur Tierwelt aus, und doch wird kein vernünftiger Mensch bezweifeln, dass die Muttermilch in der Zusammensetzung ihrer Nährstoffe haarklein auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt ist, oder?
Sie enthält wenig Eiweiß, viele wertvolle Fettsäuren, alle Vitamine, aber wenige Mineralsalze. Muttermilch enthält mehr Kohlenhydrate als Tiermilchen. KH hauptsächlich (zu 90 %) als Laktose "Milchzucker". (Aber dieser Milchzucker sättigt besonders gut und zeigt dem Baby genau, wann es genug getrunken hat.)
Tja... Sakra... noch einmal... GEHT DAS DENN überhaupt?? 
SO WENIG Eiweiß? Ha ha ha...da müssen sich die "Mangel"-Fritzen aber noch was einfallen lassen, da könnte man doch auch herrlich NEMs verhökern... und "Zweifel" schüren!! 
Muttermilch enthält also im Vergleich zu Kuhmilch viel weniger Eiweiß. Wir wissen, dass ein zu hoher Eiweißgehalt in der Säuglings- und Kleinkindnahrung die Nieren schädigt. Im späteren Leben auch.
So sieht das im einzelnen aus (die Zahlen verschieben sich, einfach von links nach rechts zuordnen)
Inhaltsstoffe:
Mensch Kuh Schaf Ziege Pferd
Wasser 87,2 % 87,5 % 82,7% 86,6 90,4%
Kohlenhydrate 7,0 % 4,8 % 6,3 % 3,9 % 5,9 %
Fett 4,0% 3,5 - 4,0 % 5,3 3,7 % 1,5 % 1,5 %
Eiweiß 1,5 % 3,5 % 4,6 % 4,2 % 2,1%
Spurenelemente 0,3 % 0,7 % 0,9 % 0,8 % 0,4 %
Noch ein bißchen mehr Wissenschaft gefällig? Hilfe, nicht gleich weglaufen ...
Wie Stillen Kinder vor späterem Übergewicht schützen kann
Forscher finden in Muttermilch das Eiweiß Adiponectin:
Ein spezielles Protein in der Muttermilch senkt das Risiko für die gestillten Kinder, im späteren Leben stark übergewichtig zu werden und an Stoffwechselstörungen zu erkranken. Die Mütter geben das Eiweiß an die Babys weiter und können so deren Stoffwechsel langfristig beeinflussen. Das berichteten Forscher um Lisa Martin vom Kinderkrankenhaus in Cincinatti (USA) auf der Jahrestagung der Akademischen Gesellschaft für Pädiatrie in San Francisco.
Das Eiweiß wird von Fettzellen abgegeben und bestimmt, wie Zucker und Fette vom Körper verarbeitet werden. Ein höhere Konzentration von Adiponectin im Blut scheint die Häufigkeit von Krankheiten wie Insulinresistenz, Fettleibigkeit, Diabetes vom Typ-2 und Erkrankungen der Herzkranzgefäße zu reduzieren.
Das Forscherteam wies neben Adiponectin auch Leptin in der Muttermilch nach. Dieses Hormon spielt im Fettstoffwechsel ebenfalls eine entscheidende Rolle, denn es signalisiert dem Körper, dass er satt ist. Sind diese Stoffe in der Muttermilch vorhanden, so könnten diese den Stoffwechsel in der frühen Kindheit dauerhaft vorprogrammieren, vermutet Martin. Auf diese Weise werde die Veranlagung zur Fettleibigkeit unterdrückt.
Wir halten also fest:
Die erste Nahrung des Menschen, die menschliche Muttermilch, enthält zu einem Zeitpunkt, wo besonders das Gehirn noch sehr wachsen muss:
Wenig Eiweiß und viiiel Cholesterin, na so was!? Aber dennoch können nur Dummerjahne daran zweifeln, dass sie die einzig richtge Nahrung für uns Menschen ist ...
"Brustkinder haben eine wesentlich höhere Cholesterinkonzentration im Blut als Flaschenkinder. Das ist scheinbar nötig, um bestimmte Enzymsysteme anzuregen, die im weiteren Verlauf des Lebens für den Cholesterinabbau zuständig sind. Studien haben gezeigt, dass gestillte Kinder als Erwachsene einen niedrigeren Cholesteringehalt im Blut aufweisen als nicht gestillte. Durch das Stillen können so eventuell spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden."
Diese spezielle Zusammensetzung der Muttermilch fördert übrigens auch die typische Keimbesiedlung des Darms und auch das sollte einigen zu DENKEN geben.
Selbst Schulmediziner "diskutieren" bei folgenden Erkrankungen einen "schützenden Faktor der Muttermilch":
Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (wie z.B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa).
Allergien und Asthma
Diabetes mellitus Typ 1 (Zuckerkrankheit).
Zöliakie (Autoimmunerkrankung im Kindesalter, die mit einer Glutenunverträglichkeit einhergeht. Tritt die Erkrankung im Erwachsenalter auf, spricht man von Sprue).
Leukämie im Kindesalter.
Übergewicht bis hin zu Adipositas.
90 % Laktose und 10 % Oligosaccharide sind in der Muttermilch. Es gibt derer 130 verschiedene identifizierte Varianten. Sie werden, wie Ballaststoffe, im Dünndarm nicht verdaut und von den Bakterien im Dickdarm fermentiert. Sie stellen u. a. das "Futter" für die optimale Bifidusbakterienflora dar, beeinflussen sichtbar den weichen Stuhlgang, der für Muttermilchernährung typisch ist und schützen das Baby vor Infektionen.
Es ist alles PERFEKT eingerichtet in der Natur und da brauchen wir keine unreifen Bubis und Mädel oder Geschäftemacher zu kommen, die schlaumeierhaft das in Frage stellen.
Ein Wort noch zu den Oligosacchariden:
"Neben der bekannten Laktose gibt es in Frauenmilch noch andere Kohlehydrate. Etwa 10% sind längerkettige Mehrfachzucker, sogenannte Oligosaccharide. Lange Zeit erschienen diese Zucker geradezu geheimnisvoll; denn keine andere Säugetierspezies hatte diese besonderen Zucker in vergleichbarer Menge und Vielfalt in seiner Milch. Erste Vermutungen über die Rolle dieser Zucker: Sie untersützen den Aufbau und die Reifung des Immunsystems, v.a. einer gesunden Darmflora. Außerdem gibt es Hinweise aus Tierversuchen, dass sie wichtig sind, bei der Entwicklung des Nervensystems und damit des Gehirns. Als eine Forschungsgruppe aus Gießen eine Probe Elefantenmilch untersucht, machen die Wissenschaftler eine sensationelle Entdeckung: Auch diese Milch enthält Oligosaccharide -viel mehr noch als Frauenmilch. Dieser Fund bestätigt die Vermutung der Wissenschaftler, dass Oligosaccharide eine wichtige Rolle für den Reifeprozess des Neugeborenen spielen. Denn Elefanten und Menschen haben etwas gemeinsam: Ihre Babys kommen ausgesprochen unreif zur Welt. Mehr noch als Primaten muss sich das Gehirn entwickeln, wenn das Kind bereits auf der Welt ist. Beim Elefanten sind bei der Geburt erst ca. 40% des Großhirns entwickelt."
>Im Frühjahr und Sommer sind auf jeden Fall die Wildkräuter unersetzlich und in manchen Breitengraden bekommst du auch noch im Winter die Kräuter.Franz konz schreibt in seinen Buch das er vermutet das in diesen kräutern ein Biostoff ist der den Hunger stillt.
Unbedingt! Das ist seit vielen Jahren auch unsere Erfahrung.
>Ich bin froh das von den Rohköstlern die meisten Menschen vegan leben,
So ist es. Die Fleisch- und Fischleichen essenden Rohköstler befinden sich ganz klar in der Minderheit. Und das ist gut so. 
> und jemand der gerne auch vegan bleiben möchte aber Angst hat durch die Verunsicherung die durch viele Meinungen zustande kommt, der hat immer viele Möglichkeiten.
Ja - und eine wichtige davon ist: selber zu DENKEN!
>Wir brauchen kein tierisches Eiweiß, warum sollte heute auf einmal ein Walker, ein Ehret, ein Shelton, ein Wandmaker und auch ein Franz Konz unrecht haben???
Ganz klar...weil die "dummen Jungs" das so gerne hätten! 
>Es ist immer besser andere Möglichkeiten in betracht zu ziehen als ein Lebewesen zu töten
Allerdings. Das willkürliche Töten ist der Supergau im Leben, denn es beendet das Leben vor der Zeit. Und dagegen wehren sich ALLE Kreaturen auf dieser Erde.
> man kann es einfach ausprobieren. Die meisten Rohköstler sind meines erachten nicht konsequent im Grünverzehr.
Das kann gut sein, das es da bei vielen hapert.
>Die meisten machen sich nicht die Mühe Wildkräuter zu pflücken.
Komisch eigentlich, obwohl das Bücken, Pflücken und Essen der wilden Pflanzen sooooo viel Spaß macht...
>Die Nichtvegane Rohkost werden meistens von Menschen ausgeübt, die noch zu sehr mit ihrer Angst und Sicherheitsdenken verbunden sind, es ist ein überbleibsel von verunsicherten Menschen, die der Lüge aufgesessen sind "Fleisch ein Stück Lebenskraft."
yep ...
Danke für deinen Beitrag!

Weiteres zum Thema Stillen und Quellen:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/240637.html
http://www.quarks.de/milch/02.htm