Muttermilch und die Gaben der Natur


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Geschrieben von Brigitte Rondholz am 17. Juni 2005 11:00:29:

Als Antwort auf: Frage zu Beikost geschrieben von Lorle am 16. Juni 2005 21:32:10:

Liebe Lorle,


>meine kleine Tochter wird jetzt bald 6 Monate. Ich möchte ihr jetzt neben der Mumi etwas zu essen geben. Sie zeigt reges Interesse daran, aber da sie zur Zeit alles und zwar wirklich alles in den Mund steckt, kann ich mich da auch täuschen.

Also, mit 6 Monaten ist dein Spatz natürlich noch ein Säugling, also ein Stillkind, aber Kinder zeigen höchst unterschiedlich Interesse an zusätzlicher Nahrung. Immer GUT beobachten, anbieten und schauen, was das Kind möchte. Aber bitte nicht als ERSATZ zur Muttermilch, denn die braucht sie am dingendsten. Kinder müssen immer zufrieden und glücklich und wohlernährt aussehen und sein. Immer auf nasse und volle Windeln achten. Und dass sie kontinuierlich zunehmen, sprich: gut gedeihen. Wenn dies nicht hundertprozentig zutrifft, dann läuft etwas falsch und dann sollte man sich fachkundigen Rat holen. (Es gibt in SEHR seltenen Fällen auch Störungen, die nichts mit der Ernährung zu tun haben und die sollte man in diesen Einzelfällen dann auch beachten, ohne sie jetzt verallgemeinernd überzubewerten.)

Normen und Werte der schönen, neuen Milupa-Welt sind dabei allerdings nicht von Relevanz.


>Womit fange ich am besten an?

Hör auf dein Kind und dein Herz. Weiche Dinge bieten sich natürlich an, wenn kind noch keine Beißerchen hat, nicht?

>Ich habe schon überlegt Karotten im Champion zu pürieren.

Karotten sind stark gezüchtet, zu hart für Babies im Naturzustand und deshalb von der Logik her nicht die erste Wahl in der Natur.

> Ist zwar nicht wirklich urköstlich, aber entspricht vielleicht in etwa dem Vorkauen, was nichts für mich ist. Wie habt ihr das gemacht? Ich würde mich sehr freuen, wenn ich da etwas Hilfestellung bekommen würde.

Ich habe gerade in der "Natürlich Leben" dazu was geschrieben, ich setze es später ins WIKI. Hier ein Auszug:

Das Hohelied des Kolostrums

Bitte, ihr lieben Mütter, die ihr doch noch in Kliniken geht: Seid IMMER skeptisch, wenn IRGENDETWAS (und sei es ein Windelwechsel) mit euren Kindern gemacht werden soll. Gebt sie keine Sekunde aus der Hand. Außer Muttermilch, LIEBE, Körperkontakt und Wärme und brauchen eure Babys gar nichts! Punkt. Wiederholt diesen Satz immer mal wieder, wenn ihr ins Zweifeln kommt. Und zieht euch euer Kindchen auch selber auf die Brust zum ersten Saugen. Kein Fremder sollte euch das Kind „anlegen“! Wichtig! Es ist ähnlich wie bei wilden Tieren, die sonst – mit fremdem Geruch – ihre Kinder ablehnen. Dieses erste „Bonding“ darf nicht gestört werden. Ihr erspart euch dadurch „Wochenbettdepressionen“. Verweigert euch den Wiege und Messweltmeistern: Es ist nicht wichtig, dass euer Kindchen sofort einen „Tauglichkeitsstempel durch Qualitätskontrolle“ erhält. Und lasst ihm seine schützende „Käseschmiere“. Auch sie erfüllt einen wichtigen Sinn und wird später von allein abgehen, auch ohne störendes Bad.

Warum ist eine natürliche Geburt ohne Medikamente auch im Hinblick auf die weiteren so wichtigen ersten Stunden des Lebens so wichtig? Nun, die erste Milch, das Kolostrum, wird von schläfrigen Kindern leider oft verpasst, wenn ein Kaiserschnitt oder andere medizinische und medikamentöse Eingriffe gemacht wurden.
Kolostrum ist die proteinreiche Erstmilch, die bereits während der Schwangerschaft, besonders aber in den ersten Tagen nach der Entbindung, in der weiblichen Brustdrüse produziert wird. Wegen des Carotinoidgehaltes hat das Kolostrum eine gelbliche Färbung.
Diese wunderbare Flüssigkeit, welche das Saugen anregt, könnte auch als Symbol des Lebens angesehen werden, denn keine andere Flüssigkeit bereitet uns so perfekt auf das Leben vor und ist so großartig wie sie. Michel Odent sieht es gleichsam als Symbol der Unterdrückung unserer menschlichen Instinkte an, weil in der fast gesamten menschlichen Entwicklung - und zu allen Zeiten und den allermeisten Kulturen! - dem Menschen dieser gesundheitsnotwendige Saft vorenthalten wurde. Welch eine kollektive Schande! In den ersten Stunden nach der Geburt wird es gebildet, und es beinhaltet eine phantastische Konzentration von Antikörpern, "IgA" genannt, welche der neugeborene Mensch nicht selber produzieren kann. Es ist, wenn man so will, also die erste und zwar eine von der Natur vorgesehene "Impfung" und ist die einzige "Impfung", die den Kindern nützt und nicht schadet.
Im Kolostrum befinden sich pro Kubikmillimeter Millionen von immun-aktiven Zellen und diese Makrophagen können selbst die gefährlichsten Keime neutralisieren und auflösen. Denn es ist eine Tatsache, dass wir, sobald wir auf die Welt kommen, mit Mikroben konfrontiert werden. Vorher im Mutterleib hat der Mensch z.B. keinerlei Mikroben im Darm, doch schon nach einem Tag hat er pro Gramm Milliarden davon. Allerdings nur in der richtigen Zusammensetzung, wenn Babys keine "Fläschchen" oder Zuckerwasser bekamen. Die Zukunft der späteren Darmflora hängt also davon ab, welche Keime den Darm zuerst besiedeln. Bitte diese Vorgänge niemals gering schätzen, wenn euch die spätere Gesundheit eures Kindes am Herzen liegt. - Und das Kolstrum hat auch noch die Aufgabe, die Darmschleimhaut zu stärken, neben den anderen wichtigen Inhaltsstoffen, wie die langkettige mehrfach-ungesättigte Fettsäure, die auch in wertvollen Pflanzen vorkommt und welche für die Hirnentwicklung so wichtig ist.
Wenn man sich bewusst macht, wie viel Phantasie darauf verwendet wurde, Menschen dieses erste "Vormilch" zu verweigern, dann können einem schon Tränen in die Augen steigen. In China wird den Neugeborenen drei ganze Tage lang die Brust komplett verweigert, mit den fadenscheinigsten Begründungen. Und in Indien gab man ihnen geklärte Butter und Honig. Im England der Tudors gab man auch gezuckerte Weine. Diese Liste der menschlichen Verrücktheiten ließe sich noch schier endlos verlängern.
Aber auch die immer noch vorherrschenden Zustände in unseren Kliniken tragen dazu bei, dass das wichtige Kolstrum von vielen Kindern nicht erreicht wird. Wichtiger ist diesen Leuten dort ja der Apgar -Wert, das Absaugen, in manchen Häusern auch immer noch das Geben der schrecklichen Augentropfen und und und ...

Stillen, Stillen, Stillen – und danach Urkost – was sonst?

Eine Mutter fragte: „Mein Kind ist 1,3 Jahre alt und bekommt bis auf Reiswaffel und Zwieback Rohkost. Langsam kommen mir Zweifel, ob die Rohkost am Abend nicht Probleme bringt. Danach stille ich zwar noch, aber es gärt meines Wissens. Das bereitet mir Sorgen. Aber so richtig ein gutes Gewissen habe ich dabei nicht, denn eigentlich möchte ich die Rohkosternährung beibehalten.
Wie erschüttern mich solche Anfragen doch immer wieder aufs Neue.
Es macht mich traurig, dass ein vernunftbegabter Neuzeitmensch tatsächlich annehmen kann, dass tote Industrienahrung besser oder nahrhafter für unseren Nachwuchs sein könnte, als lebendige, rohe, unveränderte Frischkost, wie sie seit Jahrmillionen Jahren der Menschheit zur alleinigen Verfügung steht. Und ich wette, diese Urmenschen hatten Besseres zu tun, als darüber nachzusinnen, ob das denn wohl auch das Richtige für sie sei, oder?
Bevor ich konkrete Tipps geben werde, hier noch einmal in Kürze das, was Franz Konz in seinem "Großen Gesundheits -KONZ"- so eindringlich darlegte:

Bevor der Mensch mit Ackerbau- und Viehzucht und später Industriemüll begann, sind wir in unserer unendlich langen Vorgeschichte gezwungen gewesen, unser Leben so zu führen, wie die Natur es vorsah für uns. Und dafür kannten die Menschen weder Brustkrebs, noch Gebärmutterkrebs in hunderttausendfacher Qual jedes Jahr, keine Herz/Kreislaufversagen, kein Diabetes, keine Multiple Sklerose, keine Allergien.
Habt doch Vertrauen. Vertraut der Natur endlich mehr als der industriellen Nahrung mit ihrem chemisch veränderten Schrott! Ich habe es getan und mein Lohn ist eine sehr gesunde Tochter, die noch kein einziges Medikament in ihrem Körper hat und so wird es hoffentlich auch bleiben. Und nun zur Säuglingsnahrung konkret:

Um auf die Frage der besorgten Mutter zurückzukommen: Mit 1,3 Jahren ist Mensch noch ein Säugling, logischerweise mindestens solange, bis er ein vollständiges und voll funktionsfähiges Gebiss hat. Aber auch darüber hinaus. Es ist interessant zu erfahren, dass die Kulturen mit dem allergrößten Respekt vor dem Leben und für „Mutter Erde“ – wie die Maoris, die Pygmäen, die Huichols – oft mehr als fünf Jahre gestillt haben. Die Muttermilch ist jetzt noch (und für sehr lange Zeit!) die Hauptnahrung für dein Kind. Und da wir ursprünglich als Früchteesser konzipiert waren, sind es natürlich auch die weichen Früchte, die dein Kindchen zusätzlich zur wunderbaren Muttermilch bekommen sollte.

Muss ich diese wirklich alle aufzählen? Die wunderbaren:

Kakis, Bananen, Papayas, Mangos, Feigen, Durian, Passionsfrüchte, Sapoten, weiche Birnen, Himbeeren, Melonen, Wani, Kokosnüsse (besonders toll ist die Kopyor für Kinder, aber auch die weichen Pagoden) und vieles mehr. Oder gebt ihnen etwas vorgekauten oder geriebenen Apfel, wenn es euch lieber ist. Am besten die mürben Boskop. Oder später dann die fettreichen weichen Safus, Avocado, weiche Pinienkerne und Mandeln. Wenn ihr Breiähnliches bevorzugt, weil das „alte Denken“ euch noch gefangen hält: Sesam oder Mandeln mahlen und in Kokosmilch einweichen. Dazu etwas Kaki und euer Schatz wird satt und selig sein. (Wenn nicht in Saison, gehen auch eingeweichte luftgetrocknete Feigen, die ihr mit dem Einweichwasser im Mixer und mit Äpfeln zu einer leckeren Speise machen könnt.)

Und dann die herrlichen Topinambur nicht vergessen, auch diese vorkauen oder raspeln, aber das hat noch Zeit. Bevor die Backenkauzähne nicht da sind, würde ich hartes Gemüse weglassen. Eingeweichte Mandel und Sonnenblumenkerne und Samen können auch später hinzukommen. Ach, es gibt so vieles, da braucht es doch keinen Industriemüll, um eure Kinder gesund und kräftig großzuziehen.
Vertraut doch einfach der Natur und ihren Vorgaben, an die auch wir Menschen dieser verrückten Zeit gut beraten sind, uns zu halten.
Muttermilch bleibt trotz alledem natürlich die Hauptnahrung und nährt eure Kinder perfekt, bis sie aufhören, ein Säugling zu sein und sich selber nach einigen Jahren abstillen.

Noch ein Wort zum Fleisch

Es wird mir immer unbegreiflich sein, wie Menschen zu der Idee kamen, dass Menschenkinder gedeihen, wenn man ihnen Tierkadaver als Nahrung präsentiert. Ein Irrsinn.

Merke:
Dass der Mensch Eiweiß durch Tierleichen zu sich nehmen könne oder gar müsse, ist eine völlig überholte Behauptung. Tierische Nahrungsquellen sind überfrachtet mit Cholesterin und gesättigtem Fett. Ein Zuviel an Cholesterin und Fett, besonders gesättigtem Fett, hat bekanntermaßen starke Auswirkungen auf die Entstehung von Arteriosklerose, was zu Verengung, Verhärtung und Bildung von Ablagerungen in den lebenswichtigen sauerstofftransportierenden Arterien führt. Dieser Vorgang beschleunigt den Alterungsprozess und verkürzt das Leben. Fest steht, dass der Mensch fertiges tierisches Eiweiß oder (auch das Eiweiß aus Tofu) nicht verstoffwechseln kann: Der Körper muss das Eiweiß erst aufspalten, um dann die Aminosäuren wieder zu Eiweißketten zusammenzusetzen.

Unsere Pflanzenkost (gerade auch unsere WILDpflanzen!) hat alle Aminosäuren, die wir biologisch nutzen können und müssen.

Ich hoffe wirklich, dass besonders alle Instinkto - Mütter und Väter dies lesen und endlich einmal verstehen, anstatt ihren armen Kindern immer noch die Tierkadaver zum Essen anzudienen und teilweise aufzudrängen. (Natürlich im guten Glauben und weil sie immer noch das überholte B12-Gerede einiger Protagonisten dieser Irrlehre ernst nehmen).
Auch das Eisen aus diesen Leichen ist für uns Menschen nicht zellverfügbar und 100g Brennesseln haben mehr verfügbares Eisen als 100 g Schweineleber!

Fleisch ist eben "kein Stück Lebenskraft", sondern einfach nur ein verrottendes, faules Stück Leichnam, der von unserem menschlichen Frugivorendarm (siehe: Densmores Tabelle) nicht aufgeschlossen werden kann und dort einfach verwest. Fäulnisbazillen pro Gramm: Beefsteak: 1.500.00, Schweinefleisch: 2.900.00, Schweineleber: 95.000.00, Fischfleisch: 120.000.000, Eier: 150.00.000-220.000.000, Kalbsmist: 15.000.000
Dagegen: Früchte: 30 und Pflanzen: 60.
Pflanzennahrung ist fettarm, reich an Faserstoffen, cholesterinfrei und ausreichend mit Eiweiß ausgestattet. Der Eiweißgehalt vieler Gemüsesorten übersteigt 20% der Gesamtkalorien, Getreidesorten haben im Durchschnitt ca. 12% Protein, und die meisten Samen von WILDpflanzen weisen einen Eiweißgehalt von 20 bis 30% auf.

Lasst sie also leben, die Tiere, schenkt ihnen eure Sympathie, eure Liebe, euer Mitgefühl und eure Wertschätzung. Ihr werdet sehen, dass sich dadurch auch euer Leben sich zum Guten wenden wird.

Mit lieben Grüßen
Brigittekirschen Profil
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Wenn Du nicht bereit bist, Dein Leben zu ändern, kann Dir nicht geholfen werden. (Hippokrates)






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