Re: Frage zu Beikost


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Geschrieben von Bianka am 17. Juni 2005 09:58:01:

Als Antwort auf: Frage zu Beikost geschrieben von Lorle am 16. Juni 2005 21:32:10:

Liebe Hanne,

>meine kleine Tochter wird jetzt bald 6 Monate. Ich möchte ihr jetzt neben der Mumi etwas zu essen geben. Sie zeigt reges Interesse daran, aber da sie zur Zeit alles und zwar wirklich alles in den Mund steckt, kann ich mich da auch täuschen. Womit fange ich am besten an? Ich habe schon überlegt Karotten im Champion zu pürieren. Ist zwar nicht wirklich urköstlich, aber entspricht vielleicht in etwa dem Vorkauen, was nichts für mich ist. Wie habt ihr das gemacht? Ich würde mich sehr freuen, wenn ich da etwas Hilfestellung bekommen würde.

erstmal möchte ich Dir sagen, dass Du Dich nicht zu sehr von dieser Zahl "6 Monate" leiten lassen solltest. Geh lieber nach dem, was Dein Kind Dir zeigt - und wenn sie noch nix essen will, dann lass es. Meine Große (jetzt 4) hat fast ein Jahr lang komplett vollgestillt - und hat es auch überlebt. *g* Wir sind in unserer Gesellschaft einfach zu zahlenfixiert. Neulich in der stillgruppe fragte mich eine Mutter, wie das denn bei unserer Kleinsten (jetzt 9 Monate) so mit der Beikost klappen würde. Ich hab sie wohl ziemlich doof angeschaut, denn sie meinte dann, die Kleine wäre doch jetzt 6 Monate und da müsste ich doch mal..... Ich hab ihr dann sanft zu verstehen gegeben, dass ich das mein Kind entscheiden lassen werde. Bis dahin war mir gar nicht bewusst, dass mein Baby tatsächlich schon im Beikostalter ist! allerdings war mir diese Abhängigkeit von diesen 6 Monaten auch bis dahin nicht bewusst!
Rebecca ist jetzt wie gesagt 9 Monate und futtert einfach bei dem mit, was ich esse. Klar, Karotte oder so geht nicht, die schnullt sie aber für ihr Leben gerne an und kaut drauf rum, tut wohl beim Zahnen auch grade recht gut. Aber ansosnten isst sie eigentlich recht viel, halt weiche Sachen wie Banane, Sapotille, Avocado und sowas. Aber eigentlich (abgesehen von der halben Banane neulich!) immer nur in homöopathischen Mengen. Ich finde es bescheuert, Babys irgendwas Besonderes machen zu müssen/wollen. Entspricht doch überhaupt nicht dem, was so in das Tagesgeschehen passt, oder? Also, mich da ewig hinstellen, einen Brei machen (egal ob roh oder nicht), da hab ich gar keine Zeit für - und ehrlich gesagt: meine drei mochten alle keinen Brei, sondern wollen ihr Essen in stückchen, die sie selber zerdrücken dürfen - und am liebsten auch selber in den Mund matschen! *lach*

Lass Deine Tochter doch einfach von dem was DU gerade isst, Stückchen probieren. Du wirst merken, was sie mag, was ihr bekommt, was ihr schmeckt. Und wenn sie's wieder rausschiebt, warte einfach noch ein bissl und lass sie solange mit irgendwas zum Essen rumspielen. Meist geht es nämlich in dem Alter nur um die Sinneserfahrung und gar nicht ums Essen selber.

Hör auf Deinen Bauch! Auf Dein Kind! Vergiss den Kalender!

Liebe GRüße,
Bianka
und 3 supergesunde Nicht-Brei-Kinder!!!!





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